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Schrofmühle
21.10.2017

Das Gehöft selbst kann in seiner Anlage als typisches Beispiel einer fränkischen Siedlungsanlage gelten, ...

... bei der Wohn- und Wirtschaftsgebäude in einem Hofgeviert angelegt sind. Das große Haupthaus der heutigen Mühle wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Einige Wände der Nebengebäude müssen jedoch aus einer früheren Zeit stammen, da sie noch aus Fachwerk bestehen, während neuere Teile aus massivem Ziegelmauerwerk erstellt worden sind.

Einige Jahre nach Erbauung des Haupthauses wurden drei große Schuppen angebaut. Diese dienten zum Teil als Getreidelager. Etwas abseits vom Hof stand ein Backhaus an höher gelegener, trockener Stelle mit einem geräumigen Gewölbekeller, auf dessen Lehmboden die Winterkartoffel gelagert wurden.

 

 

 

 

 

Größe und Aufteilung der Hofanlage lassen auf einen großen bäuerlichen Betrieb und ein gut florierendes Müllergewerbe schließen. Neben den großen Schuppen, Scheunen und Stallungen, die der Landwirtschaft dienten, bot der Hausspeicher ein riesiges Getreidelager. Auch das Haupthaus verrät Großzügigkeit, vielleicht auch ein für die damalige Zeit selbstverständliches Standesdenken und standesgemäßes Leben. Müllersfamilie und Gesinde lebten bei allem guten Einvernehmengetrennt voneinander. Neben den Arbeitsräumen und der Wohnküche war im Vorderhaus die gute Stube untergebarcht, die der Familie des Müllers vorbehalten war. Für Gesinde und Familie führten getrennt voneinander, Treppen zu den Schlafräumen im Obergeschoß.